Verbandsentscheid der Mini-Meisterschaften 2010 in Mittelstadt


Am Samstag, dem 08.05.2010, fand in Mittelstadt, einem Stadtteil von Reutlingen, der diesjährige Verbandsentscheid der Mini- Meisterschaften statt. Bei den Mini-Meisterschaften handelt es sich um die größte Breitensportaktion im deutschen Tischtennis. Seit über 20 Jahren können hier Jugendliche, die noch an keinem Verbandsspiel teilgenommen haben, erste Erfahrung und Erfolge sammeln. Für die Vereine ist diese Veranstaltung eine große Chance, auf Talente aufmerksam zu werden. Ein Beispiel dafür ist Oliver Herbrik, die Nummer vier unserer ersten Herrenmannschaft. Oliver wurde vom damaligen Jugendleiter Thomas Kraus bei den Mini-Meisterschaften entdeckt. Seitdem kamen immer wieder vielversprechende Talente durch die Mini-Meisterschaften in den Verein.


Bei den Mini-Meisterschaften wird in drei Altersklassen gespielt. Zur ersten Alters-klasse gehören alle Kinder, die nicht älter als 8 Jahre sind. Die zweite Altersgruppe wird von Kindern mit 9 oder 10 Jahren gebildet. In der dritten Altersklasse treten die elf- und zwölfjährigen Kinder gegeneinander an. Die Mini-Meisterschaften beginnen mit dem Ortsentscheid (1. Stufe). Die beiden Bestplazierten der jeweiligen Altersklasse nehmen am nachfolgenden Bezirksentscheid  (2. Stufe). Dort qualifizieren sich dann wieder die beiden Bestplazierten der Altersgruppen für den Verbandsentscheid. Beim Verbandsentscheid  treten somit die besten Kinder aus dem Tischtennisverband Württemberg- Hohenzollern gegeneinander an.  Für den TTC Bietigheim-Bissingen e.V. nahmen in diesem Jahr Elias Junker in der Altersklasse 1 und Josua Schink in der Altersklasse 3  am Verbandsentscheid teil.


Elias belegte am Ende einen sehr guten dritten Platz. In seiner Vorrundengruppe konnte er  mit fünf Siegen und  nur einer Niederlage den ersten Platz erreichen. Somit traf er im Viertelfinale auf Claudius Weidenbach, den vierten der Gruppe 2. Nach kurzer Spieldauer konnte Elias sich mit 3-0 durchsetzen und zog ins Halbfinale ein. Hier traf er auf den späteren Turniersieger Alexander Schappacher, dem er bei seiner 0-3 Niederlage lediglich im ersten Satz Paroli  bieten konnte. „Ich habe zu oft über seine Vorhand gespielt“, äußerte sich Elias nach dem Spiel etwas enttäuscht.“Vielleicht hätte ich das Spiel gewonnen, wenn ich ihn mehr auf der Rückhand angespielt hätte. Zumindest hätte ich mich so besser wehren können. Leider dürfen die Betreuer uns bei den Mini-Meisterschaften während des Spiels keine Tipps geben. Aber ich freue mich riesig darüber, dass ich wieder einen Pokal gewonnen habe“, so Elias abschließend. Er will auf jeden Fall mit dem Tischtennis weitermachen und sich so noch die eine oder andere Trophäe holen.
Josua konnte sogar den zweiten Platz in seiner Altersklasse erreichen. Er belegte in seiner Vorrundengruppe mit 5 Siegen und zwei Niederlagen den zweiten Platz. Somit traf er im anschließenden Viertelfinale auf Sebastian Dopfer, den dritten der anderen Vorrundengruppe. Nach einem verlorenen ersten Satz besann sich Josua wieder auf seine Stärken und konnte das Spiel mit 3-1 für sich entscheiden. Im Halbfinale wartete mit Jannik Buntz der vierte aus Josuas Vorrundengruppe. 

Allerdings hatte Buntz im Viertelfinale nicht nur Sebastian Stolz, den ersten der anderen Gruppe, besiegt, sondern auch Josua in der Vorrunde geschlagen. „Ich wusste, es wird ein schweres  Spiel. Schließlich hatte ich schon in der Gruppe große Probleme mit seinem unorthodoxen Spiel“, erklärte  Josua nach dem Halbfinale. Nach hohem Rückstand im ersten Satz konnte er sich zwar noch herankämpfen, musste den Satz aber letztlich doch mit 9-11 abgeben. Danach bekam Josua das Spiel aber immer besser unter Kontrolle und siegte am Ende mit 3-1 nach Sätzen. Somit hatte Josua das Finale erreicht. Hier wartete mit Dominik Zovko der zweite Gegner, gegen den Josua in der Gruppe verloren hatte. „Es wird knapp, aber ich glaube, ich habe eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen. Schließlich habe ich das Spiel in der Vorrunde nur mit 1-2  verloren, wobei ich im ersten Satz bei eigenem Aufschlag einen 9-7 Vorsprung verspielt habe“, so Josua zuversichtlich vor dem Finale.

Seinen Siegeswille zeigte er dann auch von Anfang an und  überraschte seinen Gegner damit im ersten Satz völlig. Nach kurzer Spieldauer konnte Josua den ersten Satz mit 11-2 klar für sich entscheiden. Dann stellte Zovko allerdings sein Aufschlagspiel um und spielte deutlich passiver. Damit verunsicherte er Josua so sehr, dass er den zweiten Satz mit 11-3 gewinnen konnte.  Danach schaffte es Josua leider nicht, nochmals seine starke Leistung aus dem ersten Satz abzurufen. So verlor er auch den dritten Satz nach 7-5 Führung und lag mit 1-2 hinten. Im vierten Satz kam Josua wieder besser auf, musste allerdings auch diesen mit 7-11 knapp abgeben.

Josua hat im Finale eigentlich gut gespielt. Aber sein Gegner hat sich teilweise wie in einen Rausch gespielt. Das war hier vor allem im Finale ein richtig hohes Niveau, so TTC-Jugendleiter Markus Schönberger. Ich bin mit der Leistung meiner beiden Schützlinge sehr zufrieden. Sie gehören damit zu den besten Nachwuchstalenten im TTVWH. Mal sehen wie es bei den beiden weitergehen wird, blickte TTC-Trainer Momcilo Bojic schon in die Zukunft.

(ms)