TTC-Sportler Hartmut Freund mit Achtungserfolg bei WM in Genua

Genua. TTC-Sportler Hartmut Freund hat bei der Tischtennis-Weltmeisterschaft fuer Sportler mit intellektueller Behinderung in Genua den 21. Platz von insgesamt 51 Sportlern in der Herren-Konkurrenz belegt.

Freund, der deutscher Meister in dieser Wettkampfklasse ist, schaffte durch einen ungefaehrdeten 3:0-Sieg gegen die Nummer 20 der Weltrangliste, den Briten Jeffrey Jarvis, und einen hart erkaempften 3:2-Triumph nach 0:2-Satzrueckstand gegen den Tuerken Garip Olcas den Einzug in die Runde der besten 26 Spieler. Dabei stellte sich der 43-Jaehrige im Laufe des Spiels immer besser auf die raffinierten Aufschlaege des Tuerken und dessen unterschiedliche Belaege ein, was fuer den Sieg ausschlaggebend war. Im Match um den Einzug ins Achtelfinale zog Freund gegen den koreanischen Weltmeister im Herren-Doppel, Byeongjun Son, erwartungsgemaess mit 9:11, 7:11 und 7:11 den Kuerzeren. Dabei lieferte er diesem allerdings einen derart mitreissenden Fight, dass er mehrfach Szenenapplaus erhielt. Bei den nachfolgenden Platzierungsspielen unterlag er nur dem japanischen Vizeweltmeister im Herren-Doppel, Koichi Teresawa, sodass am Ende Platz 21 zu Buche stand.

Die Weltmeisterschaft fand im Rahmen der Weltspiele ("Global Games") fuer Sportler mit intellektueller Behinderung statt. Freund war in Genua der einzige deutsche von insgesamt rund 700 Teilnehmern in sieben Sportarten. An der Herren-Konkurrenz im Tischtennis nahmen Sportler aus fuenf Kontinenten teil. Nach Einschaetzung der fuenfkoepfigen deutschen Delegation in Genua - darunter der wuerttembergische Verbandscoach Andreas Escher und der Vizepraesident des bayerischen Behindertensportverbandes, Georg Steibl, - war ein Grossteil der Sportler in der Tischtennis-Konkurrenz lediglich lernbehindert, wies also eine weitaus geringere Einschraenkung als Freund auf, der geistig behindert ist. Von den wenigen geistig behinderten Sportlern schnitt Freund am besten ab. Sieger im Herren-Einzel wurde der Italiener Marcello Mondello, der im Finale den Polen Kamil Baluszek in 3:1 Saetzen bezwang.

(ns)