Dennis Klein behauptet seine Vormachtstellung

Mit einem ersten, einem zweiten und einem elften Platz kehrten die drei TTC-Jugendliche Dennis Klein, Julia Kaim und Marlon Spieß von dem Deutschen Top 16 Ranglistenturnier aus Landsberg (Sachsen-Anhalt) zurück. Dabei überzeugten vor allem Dennis Klein, als Turniersieger, und Julia Kaim die den zweiten Platz belegte. Aber auch Marlon Spieß konnte sich Dank des elften Platzes für das Bundesranglistenfinale, dass Ende Februar in Erkelenz (Westdeutschen Tischtennisverband) stattfinden wird, qualifizieren.


Nach seinem fast sensationellen Sieg beim Deutschen Top 48 Ranglistenturnier der Schüler ging Dennis Klein als Mitfavorit in das Top 16 Turnier. Diese Favoritenstellung unterstrich er bereits in der Vorrundengruppe, als er sechs seiner sieben Spiele gewinnen konnte. Lediglich gegen den Defensivspezialisten Balasz Hutter von der Borussia aus Düsseldorf musste sich das TTC-Talent geschlagen geben. Besonders wichtig war hingegen sein souveräner 3-1 Sieg gegen Leonard Süß vom SV Schott Jena (Thüringen), da sich dieser zusammen mit dem Bietigheimer für die Ausspielung der ersten vier Plätze qualifizierte und Klein somit bereits ein Sieg auf seiner Habenseite hatte. In der Ausspielung um die Topplätze traf der Bietigheimer zudem auf den zweiten des Top 48 Turniers Nils Hohmeier von der Torpedo Göttingen (Niedersachsen) sowie auf Tobias Schneider vom TTC Herbornseelbach (Hessen). Gleich in seinem ersten Spiel der Endrunde musste Klein gegen den vermeintlich stärksten Widersacher Nils Hohmeier antreten. In einem packenden wie auch hochklassigen Spiel konnte Klein einen 1-2 Satzrückstand noch in einen 3-2 Sieg drehen und stellte somit frühzeitig die Weichen auf den Turniersieg. So konnte er befreit in sein letztes Spiel gegen Tobias Schneider gehen, da bereits ein Satzgewinn zum Turniersieg gereicht hätte. Trotzdem zeigte der Bietigheimer auch in diesem Spiel seine ganze Klasse und ließ seinem Kontrahent beim klaren 3-0 Sieg nur wenig Chancen und feierte somit seinen zweiten Erfolg auf Bundesebene innerhalb eines Monats. „Mein Ziel waren die ersten Drei. Das es am Ende wieder der Sieg wird ist schon unglaublich“ freute sich Klein über den Turniersieg. „Ich habe vor allem in den Spielen gegen die vermeintlich stärksten Gegner hervorragendes Tischtennis gespielt. Ich bin wirklich zufrieden“ so Klein weiter.


Nicht ganz, aber fast, konnte Julia Kaim hingegen ihre Platzierung von dem Deutschen Top 48 Turnier der Schülerinnen wiederholen. Nach ihrem Sieg vor knapp einem Monat folgte nun ein zweiter Platz, der getrost aber als Riesenerfolg einzustufen ist. Das entscheidende Spiel verlor Kaim bereits in der dritten Runde der Vorrundengruppe, als sie sich der Busenbacherin Yuan Wan knapp in fünf Sätzen geschlagen geben musste. Da sowohl Kaim als aber auch Wan in der kompletten Vorrunde im Anschluss ungeschlagen blieb, übernahm Kaim die Niederlage in die Ausspielung der ersten vier Plätze. Dort trumpfte die Bietigheimerin durch einen in der Höhe unerwarteten 3-0 Sieg gegen ihre Dauerrivalin Lilli Eise vom ESV Weil am Rhein auf, was ihr frühzeitig den zweiten Platz sicherte. Dieser hätte nur vergoldet werden könne, wenn zum Abschluss Yuan Wan ihr Spiel gegen Lilli Eise verloren hätte, doch leider konnte die Busenbacherin auch ihr neuntes Spiel erfolgreich bestreiten und somit verdient den Ranglistensieg einfahren. Da schmerzte dann auch die abschließende Niederlage von Kaim gegen Sophie Schädlich vom Post SV Zeulenroda (Thüringen) nicht, zumal sie nach der Vergabe von vier Matchbällen auch noch ziemlich unnötig war. „Ich denke Yuan war über die beiden Tage die beste Spielerin. Ich bin trotzdem zufrieden, denn ich habe mein Ergebnis vom Top 48 bestätigt. Das war sehr wichtig“ freute sich auch Kaim über den Silberplatz. „Wenn man sich über einen zweiten Platz beim Top 16 nicht mehr freuen würde, wäre es ja fast schon lächerlich“ so Kaim strahlende weiter.

 


Nicht ganz seinen Erfolg konnte hingegen Marlon Spieß wiederholen. Hatte er noch bei der Top 48 Ausspielung den zweiten Platz belegt, folgte nun ein immer noch respektabler elfter Platz beim Top 16 der Jungen. Das es kein einfaches Unterfangen werden würden zeigte sich bereits in den ersten beiden Spielen, als er den beiden vom Top 48 befreiten Frederik Jost (TTC Weinheim, Baden) und Marc Rode (NSC Watzenborn-Steinberg, Hessen) sehr knapp und teilweise unglücklich in fünf bzw. vier Sätzen unterlegen war. Erst in den kommenden drei Spielen gegen Eddi Petiwok (TTC Detmold, Nordrhein-Westfalen), Marius Zaus (DJK Effeltrich, Bayern) und Fabian Finkendey (VfL Westercelle, Niedersachsen) konnte Spieß die ersten Siege einfahren. Im vorletzten Spiel gab es dann aber nochmals eine knappe 2-3 Niederlage gegen Florian Wagner vom BVB Dortmund was endgültig die Ausspielung um die Plätze fünf bis zwölf bedeutete. Da half auch ein fein herausgespielter 3-1 Erfolg gegen Julian Mohr (TTC Ober-Erlenbach, Hessen) zum Abschluss der Vorrunde nichts mehr. So startet er mit zwei Siegen (gegen Zaus und Mohr) bei einer Niederlage (gegen Rode) in die Ausspielung am zweiten Turniertag. Dort setzte es zunächst eine klare 0-3 Niederlage gegen Gianluca Walther vom TTC BW Brühl-Vochem, ehe ein hart umkämpftes 3-2 gegen Florian Schreiner vom Regionalliga-Spitzenreiter SC Fürstenfeldbruck folgte. Doch damit schien der Bietigheimer sein Pulver verschossen zu haben, denn in den abschließenden Spielen gegen Jens Schabacker (TG Nieder-Roden, Hessen) wie auch Kilian Ort (TSV Bad Königshofen, Bayern) ging gar nichts mehr zusammen und dementsprechend klar fielen dann auch die beiden 0-3 Niederlagen aus, die am Ende den elften Platz bedeuteten. „In den letzten Spielen ist mir echt die Puste ausgegangen. Das ist wirklich ein brutal harte Turnier, indem du jedes Spiel auf höchstem Niveau bestreiten musst um eine Chance zu haben. Lässt du nur um fünf Prozent nach, hast du keine Chance mehr“ so Spieß völlig entkräftet nach Turnierende. „Ich hatte in den ersten beiden Spielen gegen Jost und Rode zwei gute Chancen zwei Favoriten zu schlagen. Die muss ich nutzen, dann geht viel mehr nach vorne“ so Spieß selbstkritisch weiter.


In Summer blickt der TTC jedoch auf ein Superergebnis zurück. „Alle drei Spieler haben sich für das zum Bundesranglistefinale qualifiziert. Dazu ein Turniersieg und ein zweiter Platz. Also wenn das kein Grund ist zufrieden zu sein“ bilanziert TTC-Chefcoach Momcilo Bojic das Turnier seiner Schützlinge. „Überragend sind natürlich Dennis und Julia, die beide mit ihrem Ergebnis ihren Anspruch auf einen Platz in der Nationalmannschaft Deutschlands untermauert haben“ so Bojic weiter.

(mg)