Damen II | Saisonabschlussbericht 25/26: Zweiter ist besser als Dritter
Mit einem Punkteverhältnis von 19:9 beendet unsere zweite Damenmannschaft eine insgesamt ziemlich erfolgreiche Landesliga-Saison als Vizemeister. Und seien wir ehrlich: Zweiter klingt einfach bdeutlich besser als Dritter.
Schon die Vorrunde zeigte, dass diese Saison nichts für schwache Nerven werden würde. Schnell war klar, dass die Treppchenplätze wohl zwischen uns, Satteldorf und Langenburg ausgespielt werden würden. Mit Annalena, Maike, Viola, Steffi, Lea-Sophie und Kristina waren wir personell gut aufgestellt und flexibel genug, um auf alles zu reagieren – außer vielleicht auf spontane Kreuzbandrisse.
Das erste Spiel gegen Heimsheim war perfekt, um warm zu werden und ein bisschen Selbstvertrauen zu sammeln. Denn direkt danach ging es nach Satteldorf – zur vermutlich stärksten Konkurrenz der Liga. Dort lieferten wir uns direkt ein echtes Tischtennis-Drama inklusive Entscheidungssätzen, Satzverlängerungen und kollektivem Nervenzusammenbruch auf beiden Seiten. Am Ende stand ein 4:8-Sieg für uns auf dem Papier, der deutlich entspannter aussieht, als er sich angefühlt hat. Besonders Viola bewies am Ende absolute Nerven aus Stahl und besiegte die Nummer 1 von Satteldorf souverän. Zwei ganz wichtige Punkte und vermutlich ein leicht erhöhter Puls bei allen Beteiligten.
Mit diesem Schwung ging es direkt weiter nach Langenburg – und irgendwie schafften wir dort auch noch ein 6:8. Schön gespielt? Vielleicht nicht immer. Erfolgreich? Definitiv. Drei Siege in Folge später kam in Steinheim dann der erste kleine Dämpfer mit einem Unentschieden. Danach fingen wir uns aber wieder und blieben erstmal weiter ungeschlagen.
Im letzten Spiel der Vorrunde waren wir dann mental vermutlich schon eher bei Plätzchen, Glühwein und Weihnachtsferien. Jedenfalls kassierten wir dort unsere erste Niederlage der Saison mit 6:8. Trotzdem konnten wir mit der Vorrunde mehr als zufrieden sein: nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Satteldorf und vier Punkte vor Langenburg.
Im Dezember stießen dann die Al-Otman-Schwestern Diana und Layan zu unserer Mannschaft dazu. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass sie sich schneller in die Mannschaft einfügen würden als manche von uns in neue Beläge.
Dann kam leider die Nachricht, die niemand hören möchte: Einen Tag vor dem Rückrundenstart meldete sich Steffi mit der Diagnose Kreuzbandriss. Damit war ihre Saison nach der Vorrunde leider beendet. Zum Glück konnte Layan kurzfristig einspringen und rockte gemeinsam mit ihrer Schwester direkt ihr erstes Spiel im Aktivenbereich. Und wenn man schon mal da ist, kann man natürlich auch direkt einen Sieg gegen Heimsheim 1 zum 3:8-Auswärtserfolg beitragen.
Auch zwei Wochen später standen Diana und Layan wieder gemeinsam mit Viola und Lea-Sophie an den Tischen. Gegen Michelbach reichte es diesmal allerdings nicht und wir mussten die nächste Niederlage einstecken. Generell verlief die Rückrunde deutlich holpriger als die Vorrunde. Die Siege wurden knapper, gegen Langenburg und Steinheim gab es jeweils nur ein Unentschieden und Satteldorf hatte sich fürs Rückspiel offenbar vorgenommen, uns jede Hoffnung auf Platz 1 möglichst schnell auszutreiben. Das gelang ihnen mit einem deutlichen 2:8 leider auch ziemlich überzeugend.
Dass Satteldorf am Ende nicht mehr einzuholen sein würde, zeichnete sich zwar schon früh ab, aber unser Ziel, vor Langenburg zu bleiben, konnten wir dank unserer starken Vorrunde trotzdem erreichen.
Unterm Strich können wir wirklich stolz auf diese Saison zurückblicken. Außerdem freut es uns riesig, zwei talentierte Jugendspielerinnen beim Schritt in den Aktivenbereich begleiten zu können. Für Steffi hoffen wir natürlich, dass sie schnell wieder fit wird und vielleicht schon in der nächsten Rückrunde wieder für uns angreifen kann.
Neben all den positiven Dingen gibt es allerdings auch einen echten Wermutstropfen: Maike Dietrich hat während der Rückrunde ihr Karriereende verkündet und wird nächste Saison leider nicht mehr mit und für uns am Tisch stehen. Wir wünschen dir natürlich nur das Beste für die Zukunft – aber vielleicht verirrst du dich ja doch noch mal in die Halle. Ein Sektchen würden wir jedenfalls kaltstellen 😉
Vielen Dank an alle, die diese Saison mitgestaltet haben – ob an der Platte, auf der Bank oder beim emotionalen Mitfiebern. Wir freuen uns schon jetzt auf eine ereignisreiche Saison 2026/27!
= aga =